Fondue im Iglu / Engstligenalp 18. Januar 2014

Nach dem Motto: „mal was ganz Anderes“ organisierte Martin Oswald einen Höck mit einem  Fondueessen im Iglu. Hierfür wählten wir das Iglu auf der Engstligenalp oberhalb Adelboden. Besonders speziell war natürlich die Lokalität und auch die Tatsache, dass man ein Fondue bei ca. 2 c einnehmen kann. Die Anfahrt wurde individuell gestartet, wichtig war einfach, dass wirklich alle Gäste die letzte Gondel um 16.56 h erwischen mussten. Das klappte perfekt und die 22 Personen waren alle rechtzeitig auf der Engstligenalp, auf 1964 m angekommen.

 

 

 

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Leider war das Wetter am Tag unseres Besuchs nicht wie bestellt, der Himmel war wolkenverhangen und der Wind zog mit kühler Briese über den Talkessel. Generell hatte es für die Jahreszeit auch sehr wenig Schnee in Adelboden und auf der Engstligenalp und die Aussentemperatur war – gemäss Aussage des Kochs – für die Jahreszeit um ca. 15c zu warm. Apropos Kalt, auf den Fotos seht ihr noch eine kleine Zeltstadt von Personen, die auf der Elisigenalp im Zelt übernachten wollten. Die Gruppe sei, so hat mir der Kameramann des Tele Züri erklärt, in einem Trainingslager, welches sie auf eine Himalayaexpidition vorbereitet.

Die Erstellung des doch sehr imposanten Iglus bringt sehr viel Arbeit mit sich und als Laie kann man sich fast nicht vorstellen, wie ein solches Bauwerk gemacht wird. Aber im ersten Raum, fast wie eine Empfangshalle, stand ein Bildschirm, auf welchem die Erstellung in einem Film mit Zeitrafferkamera gezeigt wurde. Die Erbauer haben riesige Ballone, welche mit Luft gefüllt werden, dies so wohl für die grossen „Zimmer“ wie für die Gänge. Die Ballone werden miteinander verbunden und dann kommt die grosse Maschine zum Einsatz, welche die Ballone mit Schnee überschleudert. So entsteht nach langer Arbeit ein riesiger Schneehaufen, welcher aber von aussen bereits die Form eines Iglus zeigt.

Nach der Erstellung kommt aber noch die Detailarbeit im Innern des Iglus. Jedes „Zimmer“ wird noch schön ausgearbeitet und erhält an den Wänden ein Motiv, welches in viel Kleinarbeit in die Wände gearbeitet wird. Ergänzt wird das ganze mit vielen Eisskulpturen, welche in den Räumen aufgestellt wurden, einfach ein künstlerisches Highlight, welches man wirklich selber gesehen haben sollte. Klar, für alle die das verpasst haben werden meine Bilder die Schönheit mal dokumentieren, aber ein eigener Besuch ist doch sehr ratsam – aber zwingend mit Voranmeldung, denn die Attraktivität bringt doch sehr viele Gäste auf die Engstligenalp!

Nach Martins Begrüssung führte uns Stefanie, unsere Kellnerin, in das  für uns reservierte Sternenzimmer, welches für unsere Gruppe mit 22 Personen wirklich super war. Der erste Eindruck der kühlen Lokalität war wirklich heimelig und auch das mit der Temperatur war nicht unangenehm, man hörte zumindest kein Klagen unserer Gäste.

Nach dem Getränkeservice, der doch vom Teekonsum dominiert wurde, ging’s kurzerhand los mit dem Service des Fondue. Trotz der grossen Zahl an Gästen war der Fondueservice sehr speditiv und wir alle hatten binnen kurzer Zeit unser Nachtessen auf dem Tisch. Das Fondue war wirklich herrlich wen nicht sogar perfekt, es schmeckte einfach super. Auch das mit dem Nachservice war super organisiert, kaum war ein Gaglo leer, stand unsere Stefanie schon mit einem neuen da. Stefanie hat ihre Arbeit so toll erledigt, dass ich ihr an dieser Stelle doch noch einmal unser ganz herzliches Dankeschön aussprechen will.

Die Mitglieder des Motoclub Thunersee dürfen von Hause aus als recht seriös bezeichnet werden, dies in bezug auf den Alkoholkonsum. Aber wenn wir dann noch ein Fondueessen im Iglu einnehmen, so waren wir schon fast topp seriös. Eh ja, die 22 Personen tranken nur 2 ½ Liter Weisswein und sagenhafte 12 Liter Tee 😉

Die Stimmung im Iglu war sehr angenehm und wir genossen einen wirklich tollen Abend. Von der Zeit her kamen wir trotz der Tatsache, dass uns die Bahn um 21.30 wieder nach Adelboden bringen würde überhaupt nicht unter Druck. Im Gegenteil, wir hatten nach dem Essen noch recht viel Zeit und verbrachten diese noch in der Pistenbar auf der Engstligenalp. Die Talfahrt in der Gondel war auch perfekt organisiert, wir alle waren binnen kurzer Zeit, trotz der vielen Tagesgäste um 22 h wieder unten. Für die, die den Abend noch etwas ausgiebiger geniessen wollten organisierten wir auf der Heimreise einen Zwischenstopp im Restaurant Bahnhof in Reichenbach, wo wir noch einen gemütlichen Schluss des Anlasses machten.

Dieser Fondueabend im Iglu auf der Engstligenalp wird uns allen in bester Erinnerung bleiben, es war ein wirklich toller Höck. Ich möchte Martin für die Organisation und Stefanie für den perfekten Service nochmals unseren ganz herzlichsten Dank aussprechen!

Rolf Lehmann

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