Besuchstag Panzer RS Thun  17. März 2018

Am Samstag, den 17. März öffnete der grösste Waffenplatz der Schweiz ihre Türen für die Angehörigen der Rekruten und Rekrutinnen und Mittendrin der MC Thunersee.

Der letzte Höck vom Winterprogramm 2017/18 gehört der Geschichte an. Und ich denke, es war ein Anlass gespickt mit vielen Höhepunkten und aussergewöhnlichen Momenten. 30 Personen hatten sich angemeldet, leider musste sich Marianne, Karin und Bernhard krankheitshalber abmelden.

 

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Dank Beziehung zu Stabsadj Urs Gmür (Instruktor MAZ), erhielten wir einen interessanten Einblick in die simulationsgestützte Ausbildung. Das erste Privileg war, dass wir unsere Autos ins Areal des Waffenplatzes und bis vors Gebäude der Ausbildung und Simulatoren fahren durften.

Nach kurzer Begrüssung in lockerer Art, gingen wir in eine beheizte Halle zu Kaffee und Gipfeli. In dieser Zeit hörten die Angehörigen der Rekruten und Rekrutinnen bei klirrender Kälte – zumindest für mich, die Ansprache und Befehlsausgabe eines Panzer Kdt zu. Vor dem grosse Andrang für warme Getränke, flüchteten wir ins nächste Gebäude und bekamen als Einzige in dieser Form die Präsentation der Elektronische Schiessausbildung gezeigt. Danach hörten wir interessiert unserem Gastgeber zu.

Die Geschichte des Waffenplatz im Einklang mit der Stadt Thun. Ebenso die Wichtigkeit und Einzigartigkeit des Mechanisierten Ausbildungszentrum (MAZ). Wir konnten erfahren, dass ausländische Armeen (Norwegen, Belgien und Österreich) extra nach Thun reisen, um ihre Soldaten für den Ernstfall vorzubereiten. Urs Gmür, mit Herz und Engagement bei der Sache, zeigte uns detailnah was unteranderem seine tägliche Arbeit beinhaltet. In einem grossen Ausbildungsraum wurde ein Panzer in zwei Teile Turm und Wanne zerlegt. Beim Turmsimulator werden Lader, Richter und Panzerkommandant ausgebildet. Urs beorderte spontan Lianne zum Lader (19kg Munitionsattrappe sind zu heben), Cornelia zum Richter und Selina zum Chef des Panzers. Claudia tief im Inneren des Turmes sitzend, musste auf das Kommando von «12Uhr, 9Uhr, 3Uhr» den Panzerturm drehen. Wie ein wildgewordener Bulle drehte sich der Turm nach den Joystickbewegungen hin und her. Zum Glück wurde es den drei Frauen, durch die schnellen und unkontrollierten Drehbewegungen, nicht kotzübel.

Als nächster Simulator wurde uns der untere Teil des Kampfpanzer Leopard vorgestellt. Katrin setzte sich spontan auf den Fahrersitz, als der Befehl von Urs ertönte, «dreh diesen Schalter, drück hier und dann dort» und auf einmal knatterte es im Motorenbereich und der V12 Zylindermotor mit seinen 1’500 PS und einem Gesamtgewicht von 56‘500 kg brüllte laut auf. Mit einem breiten Grinsen, viel gehörtes und gesehenes, knurrte nicht nur der Leopard, sondern inzwischen auch der Magen. Mehrere Tische wurde separat für den MC Thunersee reserviert. Als Einzige der Gästeschar, waren unserer Plätze geschmückt mit der berühmten Armeeschokolade. Leider reichte die ausgeteilte Menge nicht für alle, «tuet mir leid Ruschi, i ha o ke Schoggi übercho».

Das Essen war typischerweise militärisch – einfach und nahrhaft; Hörnli, Sauce Bolognese mit Apfelmus. Die die Vegi bestellten, erhielten einfachheitshalber dasselbe aber ohne Sauce. Zum Dessert gab es für Alle – auch wiederum als Einzige, ein Süssgebäck.

Gemäss Programm war eigentlich nach dem Mittagessen die Verabschiedung geplant gewesen. Doch Urs überraschte uns erneut mit einem zusätzlichen Angebot. Wegen der nasskalten Witterung stand uns Variante A mit Indoor Museum oder Variante B im Gelände zur Entscheidung. Ich wusste von diesem Museum und packte die Gelegenheit am Schopf. Meines Wissens ist eine Besichtigung nur für Privilegierte möglich. Nach einer knappen Befehlsausgabe, gab es eine kurze Verschiebung mit unseren Autos zum Museum. Ein geschichtsträchtiges Panzermuseum in einer geheizten Halle das von Privaten und Enthusiasten akribisch gehegt und gepflegt wird. Nach diesem letzten Höhepunkt, fuhren wir wieder zurück zum Ausbildungszentrum. Im Halbkreis daher, verabschiedeten wir uns danach bei Urs Gmür. Der Wein als Geschenk und ein herzliches Dankeschön mit einem kräftigen Applaus beendete dieser perfekt organisierte Anlass.

Euer Sportpräsident

Walter Hegg

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