2-Tagesausfahrt in’s Elsass 22. & 23. August 2015

Die letzte Zweitagesausfahrt in’s Elsass wurde vor vier Jahren bei heissen 30 Grad organisiert, seinerzeit war Rolf Kaufmann für die Organisation verantwortlich und es nahmen 32 Personen an der Ausfahrt teil. Somit war es doch höchste Zeit, dass wir uns wieder einmal für diese Region entschieden, Erich und Rolf übernahmen die Tourorganisation und Vorfahrt. Das Interesse an dieser Ausfahrt war wieder riesig und wir konnten am Samstag mit 37 Personen auf 26 Motorrädern im Grauholz starten.

Der erste Teil der Tour – und dies ist leider nicht zu umgehen – führte uns auf der Autobahn nach Biel und von dort aus in den Jura, bis zum WC Halt in Glovelier. Im Anschluss ging es dann definitiv nach Frankreich, wo wir nach ca. 150 km und fast 2 ½ Stunden in Lauw den Kaffeehalt mit Sandwiches genossen. Ab der Kaffeepause ging der Fahrspass so recht los und wir durchfuhren die Vogesen, welche so richtig für uns Motorradfahrer gemacht sind. Den Mittagshalt organisierten wir in einer ganz kleinen Auberge kurz hinter dem Col de la Schlucht, welche uns mit wirklich perfekten Speisen verwöhnte. Der Nachmittagsteil war mit 80 km nicht mehr allzulange und wurde noch durch einen Halt an der Rheinschleuse bei Marckolsheim ergänzt.

 

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Die Suche nach einem passenden Hotel im Elsass war ein Ding der Unmöglichkeit und so haben wir uns entschlossen, dass wir Frankreich kurz verlassen werden und machten unsere Reservation im Gasthof Adler in Königschaffhausen im Kaiserstuhl. Diese Wahl war wirklich top, denn wir genossen im Adler nicht nur wunderschöne Zimmer, sondern auch ein absolut perfektes Nachtessen. Da das Wetter am Samstag absolut mitspielte, konnten wir unser Nachtessen und den ganzen Abend in der Gartenwirtschaft im Innenhof geniessen.

 

Der Start des zweiten Reisetages hatten wir auf 8.30 h festgelegt und zur Freude der Organisatoren konnten wir nach einem reichhaltigen Frühstück pünktlich abfahren. Zuerst ging es wieder relativ flach durch Frankreich, bevor wir dann wieder vor den schönsten Bergen und Strassen der Vogesen standen.

Den WC-Halt – leider ohne WC – machten wir bei einem deutschen Soldatenfriedhof und ermöglichten unseren Teilnehmern, an dieser Stelle auch mal an all die gefallenen Soldaten im ersten Weltkrieg zu gedenken. Für uns alle war es ein doch sehr nachdenklicher Halt, denn in dieser wunderbaren Region die wir heute zur Motorradfahren geniessen können verloren vor hundert Jahren x-tausend Soldaten ihr Leben in einem eigentlich absolut unsinnigen Krieg.

Unser nächstes Ziel war der Mittagshalt auf dem Grand Ballon. Doch bevor es soweit war konnten wir noch unzählige Kurven in den Vogesen geniessen und unserem Fahrspass so richtig freien Lauf lassen. Die Organisation des Mittagessens war für einmal ganz einfach, denn auf dem Grand Ballon hat es ein Selbstbedienungsrestaurant, in welchem wir für einmal nur die Tische reservieren mussten.

Nach dem Essen ging das Gerücht um, dass unser Weg in Richtung einer Schlechtwetterfront führt, welche wir um ca. 14.00 h erreichen sollten. Tja, es war kein Gerücht. Wir tankten noch in Cerney und sahen schon kommen, dass wir vermutlich in den Regen fahren, aber dass dieser dann so schnell da war erstaunte uns doch. Wie auch immer, wir stiegen in die Regenkleider und fuhren wieder Richtung Schweiz Der Regen begleitete uns bis zum Kaffeehalt in Beurnevésin, der ersten Ortschaft hinter der Landesgrenze.

Während unseres Kaffee- und Desserthalts regnete es recht massiv und unsere Vorfreude auf die Heimfahrt war wirklich nur gering. Aber das Wetter besserte sich relativ schnell und der Regen lies immer mehr nach. Unsere Tour führte uns nach Laufen und via Passwang quer durch den Kanton Solothurn bis Balsthal, wo wir unseren Schlusshalt angesagt hatten. Von hier aus konnten sich die Teilnehmer ganz individuell auf den eigenen Heimweg machen.

 

Rückblickend gesehen war unser Zweitägeler ins Elsass wieder ein voller Erfolg Wir hatten 37 wirklich zufriedene Gäste dabei, genossen den Grossteil der Fahrt bei sehr gutem Wetter und – dies ist das Wichtigste – konnten die Tour wieder ohne Zwischenfälle abschliessen.

 

 

Rolf Lehmann

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